Wirtschaft · 7. Oktober 2026
Evonik vor BASF-Übernahme: NRW-SPD schlägt Landesbeteiligung vor
Kurzfassung
Die Berichterstattung über den möglichen staatlichen Einstieg des Landes Nordrhein-Westfalen bei Evonik als klassischer Fall eines interventionistischen Eingriffs lesen. Die Meldung beschreibt, dass die NRW-SPD eine Landesbeteiligung ins Spiel bringt, um eine Übernahme durch BASF zu verhindern und Arbeitsplätze sowie Standorte zu sichern. Für Mises wäre das keine neutrale Begleitmaßnahme des Staates, sondern ein politischer Zugriff auf einen Marktprozess.
Quellen in den Nachrichten
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Hörfassung
KI-generierte Audiofassung· ca. 1:17Der folgende Audioteil wurde mit künstlicher Intelligenz erzeugt. Zuerst ein kurzer Hinweis in neutraler Stimme, danach die Interpretationsstimme — keine Aufnahme Ludwig von Mises'.
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Erstellt auf Grundlage veröffentlichter Werke Ludwig von Mises'. Keine historische Aufnahme und keine Originaläußerung von Ludwig von Mises. Der gesprochene Vorspann kennzeichnet den Beitrag als KI-generiert. Evonik vor BASF-Übernahme: NRW-SPD schlägt Landesbeteiligung vor
KI-gestützte Einordnung
Aus Sicht von Ludwig von Mises lässt sich die Berichterstattung über den möglichen staatlichen Einstieg des Landes Nordrhein-Westfalen bei Evonik als klassischer Fall eines interventionistischen Eingriffs lesen. Die Meldung beschreibt, dass die NRW-SPD eine Landesbeteiligung ins Spiel bringt, um eine Übernahme durch BASF zu verhindern und Arbeitsplätze sowie Standorte zu sichern. Für Mises wäre das keine neutrale Begleitmaßnahme des Staates, sondern ein politischer Zugriff auf einen Marktprozess.
Mises behandelt Interventionismus als Ordnung, die nicht stabil zwischen Markt und Staat stehen bleibt, sondern zu immer weitergehender Kontrolle tendiert. Dazu passt sein Gedanke, dass „the worst result of interventionist policies is that they lead inevitably to further and further government control of the economy.“ [Deutsch: „Das schlimmste Ergebnis interventionistischer Politik ist, dass sie unausweichlich zu immer mehr staatlicher Kontrolle der Wirtschaft führt.“] Auch der Satz „A policy of interventionism is, in effect, a policy to replace the market by the state.“ [Deutsch: „Eine Politik des Interventionismus ist im Ergebnis eine Politik, den Markt durch den Staat zu ersetzen.“] trifft den Kern der Einordnung: Der politische Vorschlag zielt nicht auf bloße Beobachtung, sondern auf eine staatliche Mitsteuerung der Eigentums- und Unternehmensfrage.
Die Begründung mit Arbeitsplätzen, Standorten und Wertschöpfungsketten ändert an dieser Grundlinie aus Mises’ Sicht nichts Wesentliches. Seine Kritik richtet sich nicht gegen die politischen Motive im engeren Sinn, sondern gegen die Logik des Eingriffs selbst. Aus der Analyse der Werke folgt daher vorsichtig: Ein Landesanteil an Evonik würde Mises sehr wahrscheinlich als Eingriff in die Marktordnung verstehen, auch wenn die konkrete wirtschaftliche Wirkung daraus nicht sicher ableitbar ist. Über Beschäftigungseffekte oder den langfristigen Unternehmenserfolg lässt sich aus seinen Texten hier kein belastbarer Schluss ziehen.
Zugleich weist Mises darauf hin, dass öffentliche Unternehmen in ihrer Kalkulation vom Marktumfeld abhängen. „Only because they can refer to these prices are they able to calculate, to keep books and to make plans.“ [Deutsch: „Nur weil sie sich auf diese Preise beziehen können, sind sie in der Lage zu kalkulieren, Bücher zu führen und zu planen.“] Das bedeutet für die heutige Meldung: Selbst eine staatliche Beteiligung würde sich nicht aus dem Markt herauslösen, sondern bliebe von Marktpreisen und Marktordnung abhängig. Genau darin liegt aus Mises’ Perspektive jedoch auch die Grenze solcher Lösungen.
- Belegliste
- Human Action, S. 751: Interventionismus als Ordnung zwischen Staat und Markt; Tendenz zur Ausweitung staatlicher Kontrolle.
- Ludwig von Mises: The Man and His Economics, S. 109: interventionistische Politik führt zu immer weitergehender staatlicher Kontrolle.
- Ludwig von Mises: The Man and His Economics, S. 111: Interventionismus als Ersatz des Marktes durch den Staat.
- Bureaucracy, S. 66: öffentliche Unternehmen kalkulieren nur über Bezug auf Marktpreise.
- Socialism: An Economic and Sociological Analysis, S. 242: staatliche Unternehmen bleiben bei Marktpreisen kalkulationsfähig, solange der Markt Referenz bietet.
Historische Grundlagen
Werke, die in der Analyse als Belegrahmen genannt werden — keine Behauptung, Mises habe zu diesem heutigen Ereignis gesprochen.
Thematische Einordnung
Zuordnung anhand der vorhandenen Analysefelder (Kategorie / Mises-Winkel) — ohne erfundene Themenbeziehungen.
- Kategorie
- Wirtschaft
- Mises-Winkel
- Interventionismus